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Einladung zum Sommerseminar
07. – 11. August 2020
mit Karin Pixner

 

Ur-Großmutter, Ur-Großvater – sie waren weit vor unserer Zeit schon da in diesem Leben. Ur-Mensch – die ersten Vertreter des Menschen aus der Urgeschichte. Urahnen, Ursprung, Urknall, Urzeit, Urwald.... die Vorsilbe „Ur“ weist sichtbar auf einen Grund, der lang vergangen ist, der sehr alt oder ursprünglich ist hin.

Diesen Grund ahnen wir auch, wenn wir von Urvertrauen sprechen: Ein Vertrauen, das schon da ist, bevor wir etwas erleben. Wir erhoffen uns im Urvertrauen einen unerschütterlichen Urgrund, der uns hält, der uns mit dem Guten im Leben so verbindet, dass wir zutiefst entspannen und loslassen können, keine Ängste und Zweifel mehr haben müssen, nicht mehr „zuerst tun müssen“ oder „irgendwie sein müssen“ und uns damit „zuerst verändern müssen“ bevor wir uns angenommen und geliebt fühlen können, bevor wir einen Platz haben, an dem wir sicher, geborgen und angenommen sein können.

Die Meisten von uns haben dies Urvertrauen in der embryonalen Zeit erleben können. Einige haben den Kontakt zu dem Urvertrauen durch das Geburtstrauma verloren, Andere in den darauffolgenden Stunden und Tagen und die Meisten in ihrer Kindheit und Jugend.

Ein Leben lang suchen wir diesen Kontakt wieder herzustellen, ob bewusst oder unbewusst. Wir suchen nach Mitteln, um in eine Entspannung zu kommen, in der wir ganz für uns „einfach da sein können“, wir suchen nach Möglichkeiten uns sicher zu fühlen, wir suchen nach Gelegenheiten uns aufzugeben in einen „Flow“. Ist hinter dieser Suche eigentlich die Suche nach dem Urvertrauen, entwickeln sich Süchte, Abhängigkeiten, Ängste darüber „es zu verlieren“ oder „zuwenig davon zu haben“.
Trinken, Essen, Rauchen, Geld, Sport, Spielen, Sexualität, Medienkonsum, Arbeiten, Nichtstun, Internet – sind die wohl derzeit verbreitetsten Formen, den Verlust des Kontaktes zum Urvertrauen und die damit einhergehenden Schwierigkeiten (Ängste, Unsicherheiten, Selbstzweifel, Existenzberechtigungsfrage, Perfektionismus, Aktionismus, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Abgeschnittenheit von dem Erleben von Zugehörigkeit und In-Ordnung-Sein, Sinnlosigkeit, Wertlosigkeit, Orientierungslosigkeit...) zu kompensieren.

Wir werden in diesem Seminar zunächst Übungen des achtsamen, wertfreien Interesses und der mitfühlenden Präsenz wiederholen, um uns diesem so grundlegenden und sensiblen Thema widmen zu können. Dann werden wir sowohl die individuelle als auch die familiensystemische Geschichte des Verlustes des Kontaktes zum Urvertrauen annähern, um das mitfühlende Verständnis in diese tragischen Ereignisse heilend einsickern zu lassen. Und schließlich werden wir in Forschungen sowie auch in Übungen zur Öffnung des Kontaktes uns einem neuen Leben vorsichtig annähern, das einst in uns so angelegt war: einem Leben aufgehoben und gehalten in dem Urvertrauen.

Gelingt die Wiederanbindung an das Urvertrauen im erwachsenen Alter, können sich grundlegend neue Identitäten und mit ihnen neue Haltungen und Weisen zu leben bilden:
Lernen von Neuem, auch in Beziehungsleben, mit Freude wird möglich,
belastende Kompensationsverhalten können gemildert bis hin abgelöst werden von neuen, die der neuen Art im Leben zu sein, entsprechen,
Lebendigkeit, Freiheit, Mut sowie auch Differenziertheit, Klarheit, Kreativität und
die Fähigkeit auf das Leben zu antworten mit dem eigenen authentischen Ausdruck werden realistisch möglich. Aufgehoben im Urvertrauen ermöglicht dies ein erwachsenes, differenziertes Leben verbunden mit beiden Polen von Vertrauen und gesunder Skepsis.

Wir werden uns in diesem Sommerseminar mit verschiedenen Mitteln wie Spürübungen, geleiteten Meditation, Forschungsübungen, Vorträge, Naturerfahrungen, persönlichen Arbeiten an den eigenen Themen, die aufkommen, der Erfahrung von Urvertrauen, wie es als Erwachsener zu erleben ist, behutsam und achtsam annähern.


Ort: Therapeutische Praxis Karin Pixner, Ringstr. 13, 82390 Eberfing

Zeit: 07. – 11. August 2020, Freitag: 15.00 – ca. 20.00 Uhr, Samstag – Montag: 9.30 – ca. 18.30, Dienstag: 9.00 – 13.00 Uhr
An einem Abend kann es bei Bedarf eine Abendeinheit geben

Kosten: 450,00 € (Ermäßigung in sozialen Härtefällen möglich. Inwiefern Ihre Krankenkasse teilweise Kosten übernimmt, fragen Sie bitte mich.)
Als Fortbildung: 450,00 € plus MwSt.

Anmeldung: Nach persönlicher Rücksprache mit mir, kann die Anmeldung schriftlich per E-mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen. Nach Überweisung 50% der Kursgebühr gilt die Anmeldung als vollzogen. Bei Abmeldung 14 Tage vor Seminarbeginn ist eine Bearbeitungsgebühr von 50,00€ zu zahlen. Bei Abmeldung innerhalb der 14 Tage vor Seminarbeginn fällt die vollständige Gebühr an, sofern kein Ersatz gefunden werden kann.