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Die modernste Sucht unter den Süchten stellt wohl die digitale Kommunikations- und Medien-Sucht dar. Dieser Oberbegriff beinhaltet viele verschieden Süchte wie z.B. Handy-Sucht, Computerspielsucht, Serien-Sucht, facebook-, instagramm-Sucht, Chat-Sucht, Internet-Sucht usw.

Rund um die Uhr 24/7 wird uns ein Beschäftigt- und Abgelenkt-Sein ermöglicht durch
digitale, soziale Netzwerke aller Art, digitale Kommunikationsmöglichkeiten (sms, whatsapp, skype), digitale Spielmöglichkeiten, Zugang zu Serien über Serien und unglaublich viel Filmen uvm.
Medien wie Handy, Ipod, Ipad, Tablett, PC, Fernseher begleiten die meisten Menschen wie eine Erweiterung des eigenen physischen Organismusses um ein digitales Organsystem. Ohne sie finden viele ihren alltäglichen Weg nicht mehr, können sich nicht mehr organisieren im Alltag, sozial real verabreden und treffen. Die natürliche Orientierungsfähigkeit und vor allem Konzentrations-, Denk- und Lesefähigkeit geraten in besonderer Weise in Mitleidenschaft, was sich auf das Lern- und Arbeitsverhalten aber auch auf die Bewältigung der Aufgaben des Alltags in den letzten Jahren massiv erschwerend ausgewirkt hat.
Digitaler Burnout, digitale Depression, digitale Aufmerksamkeitsdefizitstörung beginnen sich zu häufen. Die Mensch-Computer-Beziehung löst die Mensch-Mensch-Beziehung sowie die Mensch-Natur-Beziehung ab. Sozialer Rückzug, Demotivation, Desinteresse, Bewegungsarmut, Energielosigkeit sowie eine extrem geringe Frustrationstoleranz zeigen sich als folgenreiche Symptome.

Suchtverhalten ist stets daran zu erkennen, dass

  • das Weglassen des Verhaltens bzw. des Mediums zu psychischen aber auch physischen Stress- und Angst-Erscheinungen führt,
  • viele „gute“ Argumente gefunden werden, warum ein Weglegen des Mediums , Aussetzens des Verhaltens für ein paar Stunden oder gar Tage unmöglich ist,
  • der Umgang damit verharmlost und als „normal“ oder gar „gesund“ beschrieben wird mit dem Ziel, das Weglassen erst gar nicht auszuprobieren.

Wer zur digitalen Kommunikations- und Medien-Sucht neigt, neigt meist auch zu anderen Süchten. Die sogenannte „Sucht-Persönlichkeit“ sucht sich mehrere Gebiete und Mitteln, mit denen sie sich vor dem Leben schützt, abkehrt, flieht und auf künstliche Weise zu Entspannung, Ruhe, einem Sicherheits- und Erfolgs-Empfinden führt. Die digitale Kommunikations- und Mediensucht steht nach neuester Forschung viel in Verbindung mit der narzisstischen Urwunde (also einem mangelnden und in Frage gestellten Selbstwertgefühl) sowie der damit einhergehenden inneren Vereinsamung.

In meinen Praxen biete ich zu diesem Themen-Spektrum an:

  • Klären der individuellen „Suchtpersönlichkeit“ mit Erstellen eines Sucht-Profils (Trigger, Ursachen, Symptome, Süchte, vorübergehender Gewinn),
  • Aufzeigen des persönlichen Sucht-Kreislaufes mit Aufzeigen einzelner leichterer Ausstiegsmöglichkeiten,
  • Erstellen des persönlichen, gesunden Persönlichkeitsprofils (wer sind Sie eigentlich, wenn Sie nicht Ihre Sucht-Persönlichkeit leben?),
  • gezieltes Training und psychotherapeutische Begleitung für abstinente Zeiten im Medien- und Kommunikationskonsum,
  • Arbeiten mit der „Suchtpersönlichkeit“ und der gesunden Persönlichkeit, um einen gesunden Umgang mit Medien und Kommunikationsmittel zu finden,
  • Seminare, einzelne Tage, Abende und Gruppen zum gemeinsamen motivierenden Ausstieg aus den Suchtkreislauf und für den Erwerb und zur Stärkung der natürlichen und gesunden Wege, Entspannung, Ruhe und ein gutes Selbstwertgefühl zu finden.